Kaiserliche Cabriostrecken
vor 2 Tagen
Österreich hat viele Gesichter, doch kaum ein Thema ist so eng mit seiner kulturellen Identität verknüpft wie die kaiserliche Geschichte der Habsburger. Besonders Kaiserin Elisabeth – besser bekannt als Sisi – zieht bis heute Menschen in ihren Bann. Mit dem Cabrio lässt sich eine ganz besondere Reise gestalten: eine offene Tour auf den Spuren der Kaiserin, die durch Wien und Niederösterreich führt.
Dabei verbinden sich imperiale Schauplätze, prachtvolle Landschaften und die unvergleichliche Freiheit, die nur eine Cabriotour bieten kann. Wer sich auf diese Reise einlässt, erlebt Geschichte, Kultur und Fahrfreude in einer einzigartigen Kombination.
Wien: Startpunkt der kaiserlichen Route
Die Reise beginnt in Wien, der Hauptstadt der Habsburger Monarchie. Kaum eine Stadt ist stärker geprägt von der Epoche der Donaumonarchie, und überall finden sich Spuren der berühmten Kaiserin. Ein erster Halt bietet sich an der Hofburg an, wo Sisi viele Jahre lebte. Hier befindet sich auch das Sisi-Museum, das mit Kleidern, Schmuckstücken und persönlichen Gegenständen einen unmittelbaren Einblick in ihr Leben gibt.
Schon beim Ankommen mit dem Cabrio entlang der prachtvollen Ringstraße spürst du den Glanz vergangener Zeiten. Die Ringstraße selbst ist wie gemacht für eine Cabriotour: breite Fahrbahnen, flankiert von Gebäuden wie dem Burgtheater, der Staatsoper oder der Universität, die im Fahrtwind ihre Eleganz entfalten.

Von der Innenstadt aus lohnt ein Abstecher nach Schönbrunn. Das barocke Schloss war der Sommersitz der Habsburger und ist heute UNESCO-Welterbe. Die Auffahrt im Cabrio vermittelt ein Gefühl von Grandezza, während die weitläufigen Parkanlagen, der Gloriette-Blick und das Palmenhaus ein authentisches Kaiserinnen-Flair versprühen. Wer möchte, gönnt sich hier eine kleine Pause, spaziert durch die Gärten oder genießt die Aussicht über Wien.
Eine Cabriotour durch Wien wäre unvollständig ohne den Prater. Mit offenen Fenstern oder Dach lässt sich die Hauptallee entlangfahren, ein grünes Band mitten in der Stadt. Hier wird klar, warum Wien bis heute zu den lebenswertesten Städten der Welt zählt: Kultur, Natur und ein Hauch Nostalgie liegen dicht beieinander.
Über die Donau ins Marchfeld
Von Wien aus führt die Route hinaus in Richtung Marchfeld. Diese Region, östlich der Hauptstadt, war einst Kornkammer der Monarchie und ist heute ein ideales Gebiet für genussvolles Cabriofahren. Hier liegt Schloss Hof, eines der prächtigsten Landschlösser der Habsburger. Sisi verbrachte hier zwar keine langen Zeiten, doch die kaiserliche Familie nutzte es regelmäßig als Rückzugsort.
Die Fahrt über Landstraßen, flankiert von Feldern und weiten Ebenen, vermittelt Ruhe und Weite. Gerade im Cabrio spürt man die Landschaft intensiv: den Geruch frisch gemähter Wiesen, das Spiel der Wolken über der Ebene und das Gefühl, der Stadt endgültig entkommen zu sein.
In der Nähe lohnt ein Abstecher zur Donau-Auen, einem Naturparadies, das noch immer weitgehend unberührt wirkt. Auch die Verbindung von Kultur und Natur passt perfekt zum Sisi-Thema, denn die Kaiserin liebte Spaziergänge, Ausritte und Rückzüge ins Grüne.
Baden bei Wien: Sommerfrische mit kaiserlichem Flair
Von Wien führt die Tour weiter südlich nach Baden bei Wien, ein Ort, der schon zu Habsburger Zeiten als mondäner Kurort galt. Sisi selbst verbrachte hier manche Sommerfrische, und die Thermalquellen sowie eleganten Kuranlagen ziehen bis heute Gäste an. Mit dem Cabrio durch die hügelige Weinlandschaft der Thermenregion zu fahren, ist ein Genuss. Zwischen Weingärten und sanften Hügeln entfaltet sich eine Szenerie, die zum Anhalten und Verweilen einlädt. Besonders reizvoll ist ein Besuch des Kurparks, der noch immer das Flair vergangener Zeiten versprüht.
Die Gegend bietet zudem herrliche Cabriostrecken, die durch Weinberge, kleine Dörfer und Alleen führen. Wer mag, verbindet die Fahrt mit einem Stopp in einem Heurigenlokal, wo lokale Weine und Schmankerl serviert werden – eine Tradition, die schon zu kaiserlicher Zeit gepflegt wurde.
Melk und die Wachau: Barocke Kulisse am Strom
Ein nächstes Highlight auf der Sisi-Tour ist die Wachau, jene berühmte Flusslandschaft an der Donau zwischen Melk und Krems. Zwar war Sisi hier nicht ständig präsent, doch die Region atmet denselben kaiserlichen Geist. Schloss Artstetten, wo Erzherzog Franz Ferdinand seine letzte Ruhestätte fand, liegt in der Nähe und gehört zu den geschichtsträchtigen Orten.
Die Fahrt im Cabrio entlang der Donauuferstraße ist ein Traum: rechts der mächtige Fluss, links die Weinberge und barocken Kirchen. In Melk erhebt sich das Stift Melk, ein Monument der Barockarchitektur, das zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Österreichs zählt. Offenes Fahren bei warmem Wetter macht diese Passage besonders eindrucksvoll – der Fahrtwind, die Düfte der Obstgärten und die Blicke über die Donau machen die Wachau zu einer der schönsten Cabrioregionen des Landes.

Niederösterreichs Schlösserwelt
Neben Wien und der Wachau warten in Niederösterreich zahlreiche Schlösser, die eng mit der Habsburgergeschichte verbunden sind. Besonders hervorzuheben ist Schloss Laxenburg, südlich von Wien. Hier verbrachte die kaiserliche Familie viel Zeit, und Sisi hielt sich hier regelmäßig auf. Mit dem Cabrio durch den Schlosspark zu fahren, ist zwar nicht möglich, doch schon die Anfahrt vermittelt Eleganz. Der Ort ist ideal für eine Pause, bevor es weitergeht.
Auch Schloss Eckartsau im Marchfeld verdient Beachtung. Es war einer der letzten Aufenthaltsorte von Kaiser Karl I., dem letzten Habsburger auf dem Thron. Für Cabriofahrer bietet die Strecke dorthin idyllische Landstraßen, die ideal sind, um die Landschaft in aller Ruhe zu genießen.
Praktische Tipps für die Cabriotour
Wer eine solche kaiserliche Cabriotour plant, sollte Zeit einplanen. Wien allein bietet unzählige Orte, die mehrere Tage füllen können. Eine Kombination mit Niederösterreich macht die Reise abwechslungsreich und verbindet urbane Eindrücke mit ländlicher Idylle.
Empfehlenswert ist die Reisezeit zwischen Mai und September, wenn das Wetter stabil ist und die Landschaft in voller Pracht steht. Ein dicht schließendes Verdeck ist dennoch sinnvoll, denn Sommergewitter sind keine Seltenheit.
Für das Parken in Wien sollte man sich vorab informieren, da viele Bereiche Kurzparkzonen sind. Am Stadtrand gibt es jedoch Park-and-Ride-Möglichkeiten, die sich mit Cabriotouren ins Zentrum kombinieren lassen. Wer abends noch in kaiserlicher Atmosphäre entspannen möchte, findet in Wien und Niederösterreich eine große Auswahl an charmanten Hotels, von historischen Palästen bis hin zu modernen Boutique-Häusern.
Fazit: Cabriogenuss mit imperialem Flair
Eine Cabriotour auf den Spuren von Sisi ist weit mehr als nur eine Fahrt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Sie verbindet das Lebensgefühl einer der faszinierendsten Frauen der Geschichte mit der Freude des offenen Reisens. Wien liefert den kaiserlichen Rahmen, Niederösterreich die weiten Landschaften, charmanten Orte und imposanten Schlösser.
Wer diese Tour unternimmt, entdeckt Österreichs Vergangenheit in einem neuen Licht – und genießt zugleich die Freiheit der Straße. Mit dem Cabrio wird die imperiale Geschichte lebendig, und jede Fahrt verwandelt sich in ein Erlebnis voller Glanz, Kultur und persönlicher Entdeckungen.
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